Wenn der WordPress-Datenexport bei Uberspace streikt

Seit etwa einem Monat hatte ich Schwierigkeiten, meine Daten aus meiner bei Uberspace liegenden WordPress-Installation zu exportieren, um sie zu sichern. Nach etwa 30 Sekunden erschien im Browser einfach nur eine Fehlermeldung. Mit Ablauf einiger Tage funktionierte der Export plötzlich wieder.

Heute wandte ich mich damit an den Support. Daniel meinte,

es scheine, als sei die max_execution_time für PHP schlichtweg zu gering, denn er habe im error_log seines Webservers mehrere Einträge dieser Art gefunden (wird näher ausgeführt).

Außerdem vermute er,

dass der Export-Prozess einfach etwas länger dauere, wenn auf dem Uberspace-Host gerade etwas mehr los ist.

Er schlug vor,

ich müsse also die max_execution_time in meiner php.ini anpassen und sie z.B. auf 90 oder 120 Sekunden erhöhen. Wie man seine eigene php.ini erstellt, finde man bei Uberspace im Wiki.

Also habe ich mich per ssh mit dem Server in Verbindung gesetzt und, wie unter der Rubrik Eigene php.ini beschrieben, mit folgenden Befehlen eine Kopie der php.ini in meinem etc angelegt:

test -f ~/etc/php.ini || cp -a /package/host/localhost/php-$PHPVERSION/lib/php.ini ~/etc/
nano -w ~/etc/php.ini

Abweichend vom Manual habe ich die selbst angelegte Datei nicht per ssh bearbeitet, sondern über ftp heruntergeladen und auf dem Desktop mit Gedit geändert. Das erschien mir einfacher. Dabei habe ich die voreingestellte max execution time von 30 auf zunächst 90 erhöht. Nach der Änderung habe ich die Datei wieder hochgeladen, um die auf dem Server befindliche zu überschreiben.

Nachdem dies erledigt war, musste der PHP-Interpreter neu gestartet werden:

killall php-cgi

Diese Änderung reichte aus, um WordPress zum Export der xml-Datei zu motivieren.

22 comments on Wenn der WordPress-Datenexport bei Uberspace streikt

  1. Genau: Runterladen, lokal bearbeiten, hochladen. Viel einfacher als direkt auf dem Server zu bearbeiten, wenn man zu blöde für Linux ist.

    (Freunde dich endlich mal mit UNIX- oder wenigstens Linsux-Werkzeugen an. Das ist ja furchtbar so.)

          1. nano ist ein Editor, kein FTP-Client. Für so etwas empfiehlt sich im Übrigen scp, kopiert stapelweise Zeugs von Uberspace auf den eigenen Rechner (oder andersrum).

          2. Du sollst nicht rumschwallern, sondern meine Frage beantworten. Falls Du das nicht kannst, gibt Dir das Zeit und Gelegenheit, über die hier vorgestellte Vorgehensweise nachzudenken.

          1. Je nachdem. Selbst unter Windows bin ich inzwischen mauslos auf Uberspace unterwegs, SpeedCommander sei Dank:

            FTP-Zugang via Lesezeichen (und Tastenkürzel), F4 zum Bearbeiten im Editor meiner Wahl (meist Emacs) inklusive lokaler Kopie.

            Oder direkt per KiTTy und direkt per Vim (oder nano) editieren.

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