Sicherer Online-Speicher mit encfs, Gnome EncFs Manager, Google-Drive und Grive

Achtung: Grive verwendet das Google Docs API, welches am 20. April 2015 abgeschaltet wurde, mit der Folge, dass Grive nicht mehr synchronisert.

An meine Beiträge Teamdrive, Owncloud, encfs, oder warum Open Source proprietärer Software überlegen ist und Verschlüsselte Laufwerke mit Gnome EncFs Manager verwalten anknüpfend zeige ich nun, wie wir uns unter Debian Jessie mit encfs, Gnome EncFs Manager, Google-Drive und Grive einen sicheren, 15 GB großen Online-Speicher anlegen, wobei wir encfs und Grive aus der Paketverwaltung, den Manager jedoch über eine Fremdpaketquelle einrichten.
Vorauszuschicken ist, dass das Synchronisierungswerkzeug Grive unter Debian Wheezy nicht zur Verfügung steht, auch nicht aus den Backports. Nutzer der stabilen Version Debians werden sich so noch ein wenig gedulden oder einige vorkompilierte Pakete auf eigene Gefahr ausprobieren müssen.
Haben wir alle Pakete installiert und ein Google-Konto angelegt, loggen wir uns dort ein.
Im Anschluss legen wir uns den Ordner Google_Drive an, der sich nicht unbedingt, wie bei ubuntuusers suggeriert wird, im Homeverzeichnis befinden muss. Mein Ordner liegt auf einer von der System-SSD physisch getrennten herkömmlichen Festplatte:

/media/festplatte/Dokumente/Google_Drive

Daher lautet der Befehl

mkdir -p /media/festplatte/Dokumente/Google_Drive

Wir wechseln in das Verzeichnis mit…

cd /media/festplatte/Dokumente/Google_Drive

…und initialisieren die Authentifizierung mit…

grive -a

…woraufhin wir die URL in die Adresszeile des Browsers einfügen. Die jetzt im Browser erscheinende Anfrage Googles wird bestätigt, die  Zugangsdaten kopiert und in die Konsole eingefügt:

Nun benötigen wir noch einen mit Gnome EncFs Manager in Google_Drive zu erstellenden, verschlüsselten Ordner, den wir z. B. encrypted nennen. Den Ordner der entschlüsselten Dateien -ich nenne ihn google_drive_decrypted– erstellen wir etwa im übergeordneten Verzeichnis.

Wir hängen den vorbezeichneten Ordner mit Gnome EncFs Manager ein und speichern eine beliebige Datei darin. Diese wird sofort verschlüsselt in den Ordner encrypted transferiert.

Um zwischen dem Rechner und Google-Drive zu synchronisieren, wechseln wir jetzt in den Ordner Google_Drive…

cd /media/festplatte/Dokumente/Google_Drive

…und lassen dort den Befehl…

grive

ausführen, was zur Folge hat, dass der Ordner samt verschlüsselter Datei zu Google-Drive hochgeladen wird,…

…so dass die Schergen der Vereinigten Folter- und Überwachungsstaaten von Amerika -jedenfalls nach derzeitigem Kenntnisstand- keine Möglichkeit haben, vom tatsächlichen Inhalt der Datei zu erfahren. Hängen wir den Ordner aus, verschwindet er samt entschlüsselter Datei, und es bleibt nur noch der Ordner encrypted mit der verschlüsselten Datei zurück, so dass auch auf dem PC Sicherheit gewährleistet ist.

Zusammenfassend lässt sich Google durchaus noch als brauchbar bezeichnen. Zudem müssen wir nicht, wie etwa bei Dropbox, die Speicherkapazität hochbetteln.

Es bleibt noch darauf hinzuweisen, dass The Fan Club eine GUI mit vorkompilierten Paketen bereithält. Die Synchronisierung funktionierte damit aber unter Jessie nicht.

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