Raspberry PI 2 Model B als Arbeitsplatzrechner

Um meinen Raspberry PI 2 Model B mit Raspbian als Arbeitsplatz-Notfall-Rechner mit einem Canon-Scanner, einem Full HD-Monitor und HP-Druckern einzurichten, waren, wie unter Debian auch, folgende Schritte notwendig:

Obwohl der PI in der Lage ist, Full HD, also 1920 x 1080 Pixel, auszugeben, zeigte sich der Bildschirm in geringerer Auflösung und mit schwarzem Rand. Um dies zu ändern öffnete ich die config.txt mit

sudo nano /boot/config.txt

suchte die Zeile

#disable_overscan=1

entfernte die Raute # und speicherte die Einstellung mit Strg + o.

Damit war der Screen perfekt.

Für den Scanner waren Gimp und xsane zu installieren. Natürlich könnte man auch Simple-Scan benutzen. Ich ziehe jedoch Gimp vor, weil ich die Bilddateien meistens gleich mit diesem Programm weiterbearbeite.

Die HP-Drucker benötigten hplib. Außerdem gönnte ich mir die grafische Oberfläche system-config-printer. Obwohl für die Drucker andere empfohlene Treiber installiert waren, änderte ich sie in Cups+Gutenprint. Damit sind die Drucker wesentlich schneller, wobei das Druckbild einwandfrei bleibt. Um einen grafischen Paketmanager zu erhalten, aktualisierte ich das System mit

sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

und installierte

sudo apt-get install pi-package

welches sich nun im Menü unter Einstellungen befindet. Mehr dazu bei Bitblokes.

Jetzt hätte man den PI 2 noch auf 1000 MHz übertakten können, indem man

sudo raspi-config

öffnet, dort von der Zeile 1 None in die Zeile 8 wechselt, Overclock wählt,

den Warnhinweis bestätigt,

und im Anschluss die Zeile Pi2 auswählt,

um dann nach Finish den PI zu rebooten.

Die Übertaktung solle ohne Garantieverlust möglich sein, heißt es bei dem Raspberry Pi-Gründer Eben Upton. Dabei solle die CPU nur die vollen 1 GHz einsetzen, wenn auch der Bedarf dazu besteht, wird z. B. auf raspberrypi-kaufen.de mitgeteilt.
Ich habe den PI mit und ohne Übertaktung ausprobiert. Die höhere Leistung hat sich im Normalbetrieb, also beim Surfen mit Iceweasel und bei der Dokumentenarbeit mit LibreOffice im Ergebnis nicht bemerkbar gemacht. Allein, als etwa die Grenze zwischen flüssiger und ruckeliger Video-Wiedergabe erreicht wurde, vermochte ich den Leistungsunterschied zu erkennen. Da ich den PI hauptsächlich als Webradio und Musicplayer per ssh und nur im Notfall als Desktoprechner einsetzen werde, verzichtete ich im Endeffekt auf die Übertaktung.

Ein nettes Video zum Tunen des Pi gibt es auf Youtube mit dem Titel CC2 Computerclub Folge Nr. 173 vom 15. November 2015.

Jedenfalls muss ich nun in Zukunft nur einige Kabel lösen und anstecken, damit umgehend ein Ersatz-Desktop-Rechner bereitsteht.

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