Gemeinsamer Ordner mit Samba und nautilus-share

Roman von Die Tux-Kurbel fragte mich, wie man mit mehreren Nutzern auf einen bestimmten gemeinsamen Ordner desselben Rechners zugreifen kann. Ich meinte, ich hätte dies vormals schon einmal ohne großes Samba-Gefrickel gelöst, was aber so nicht ganz stimmt. Allerdings ist die hier vorgestellte Lösung wesentlich einfacher, als Samba pur.
Wir benötigen zunächst Samba

und das Paket nautilus share.

Ist beides installiert, erstellen wir einen gemeinsam zu nutzenden Ordner. Ich habe ihn auf einer zweiten, fest verbauten Festplatte eingerichtet, auf der keine Systemdateien liegen.

Wir verschaffen uns Root-Rechte und rufen über das Terminal Nautilus auf. Mit einem Rechtsklick öffnen wir die Freigabeoptionen

und setzen drei Häkchen.

Wir bestätigen die folgende Abfrage, um die Zugriffsrechte automatisch hinzuzufügen.

Die in diesem Ordner vom Besitzer abgelegte Datei erscheint bei einem anderen Nutzer mit einem Schloss versehen.

Er kann die Datei öffnen,

aber nicht bearbeitet speichern,

denn die Freigabe erlaubt nur das Erstellen und Löschen von Dateien. Um die Dateien zu bearbeiten und bearbeitet speichern zu können, werden sie einfach vom anderen Nutzer an irgendeine Stelle seines Kontos kopiert.
Grundlage für diesen Beitrag ist der Artikel Samba Server GNOME bei Ubuntuusers.

Update: Roman hat in seinem Beitrag Creating private shared folder on openSUSE Leap 42.1 with KDE (Plasma 5) einen weiteren Weg beschrieben.

6 comments on Gemeinsamer Ordner mit Samba und nautilus-share

  1. Bei KDE mit Dolphin nutzt das nautilus-share Paket leider nichts. Es geht mit mehreren Nutzern am selben PC über einen anderen Weg aber doch recht simpl. Man muss nur draufkommen. :-)
    Übers Heimnetzwerk (mehrere PC’s) ging es aber nur mit und über Samba.
    Werde dazu (nun inspiriert) ebenfalls einen Blogeintrag schreiben.
    Die Tux-Kurbel.

  2. Ich hätte einfach eine neue Gruppe erstellt und dann beide Nutzer dieser Gruppe hinzugefügt. Anschließend könnte dann ein Ordner erstellt werden, der dieser Gruppe das Lesen und Schreiben erlaubt.

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