Auf Webseiten entgegen den Vorgaben der Betreiber Formulardaten eintragen

Obwohl ich in Firefox unter Einstellungen -> Datenschutz das Speichern von Formulardaten erlaubt habe (Passwörter hingegen speichere ich grundsätzlich nicht im Browser), verbieten einige Seitenbetreiber –wie z. B. Email- und Banken-Websites– aus Sicherheitsgründen das Speichern von Formulardaten entgegen ausdrücklichem Wunsch ihrer Nutzer. Das ist sowohl bei meinem selbstgehosteten Webmailer Roundcube als auch bei tutanota.de der Fall. Auf Dauer nervt allerdings die manuelle Dateneingabe, sofern man sich -wie ich- keines Desktop-Email-Programmes bedient. Deshalb habe ich eine Lösung gesucht und sie in Form eines Firefox-Add-ons gefunden.
Zunächst habe ich Autofill Forms ausprobiert. Diese Erweiterung ist jedoch als deprecated gekennzeichnet, worauf u. a. bei der Installation hingewiesen wird. Außerdem wartet sie mit Formfeldern auf, die nicht einzeln gelöscht werden können, weshalb meine Wahl auf AutoFill Forms (e10s) fiel, obwohl die Bewertungen nicht berauschend sind, was wohl an der Fülle der Einstellungsmöglichkeiten liegen mag. Wesentlicher Vorteil dieser Erweiterung ist aber, dass eben die einzelnen Profile nach den eigenen Bedürfnissen bis ins Kleinste angepasst werden können.
Zunächst legen wir über die Einstellungen ein neues Profil an und benennen es.


Dann löschen wir alle nicht benötigten Formularfelder. Ich ließ für Roundcube lediglich den Benutzernamen bzw. die Email-Adresse übrig, bearbeitete die Felder und fügte sie über das Plus-Symbol zu.



Genauso verfuhr ich bei der Erstellung weiterer Profile für Tutanota.

Nachdem man die entsprechende Website geladen hat, muss man über den Erweiterungsbutton das zugehörige Profil aufrufen.


Das Ausfüllen der Formularfelder mittels des Erweiterungsbuttons (Fill Forms via…) funktionierte bei mir nicht, wohl aber das Eintragen der Formulardaten über die rechte Maustaste, also über das Kontextmenü.

Ist man mit der Konfiguration der Erweiterung zufrieden, lassen sich die Einstellungen exportieren, um sie auf einem anderen Rechner zu importieren.

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5 thoughts on “Auf Webseiten entgegen den Vorgaben der Betreiber Formulardaten eintragen

    • Die config hatte ich bereits zuvor untersucht, aber keine Option gefunden. Aus den Antworten bei github werde ich auch nicht schlau. Irgendwie muss es aber funktionieren. Denn bei der von Uberspace standardmäßig zur Verfügung gestellten RC-Instanz tritt das Phänomen nicht auf.

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    • Ich meine, die Option in der defaults.inc.php gefunden zu haben:
      // Allow browser-autocompletion on login form.
      // 0 – disabled, 1 – username and host only, 2 – username, host, password
      $config[‚login_autocomplete‘] = 1;

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  1. hallo @all

    vorangestellt, jeder soll machen was er WILL.
    aber das abschalten der autofill-funktion bei banking-login, ist genau so gewollt, wie gehabt, dass hat nichts damit zu tun, dass man den user nicht traut oder unterstellt, dass er ein unsicheres System hat, (bei 80% Win-Nutzer, wissen Banken, dass es so ist) das hat einfach was mit Haftung zu tun. und manchmal muss man auch die user vor sich selbst schützen. nicht selten kommt es vor, dass browser daten in rainbow-listen schreiben, hat alles schon gegeben.

    aber sonst informativer artikel, weiter so…

    Steffen

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    • Klar. Bei Banken bliebe für mich die Autovervollständigung außer Betracht. Eine meiner Hausbanken hatte sie vor Kurzem glücklicherweise abgeschafft. Aber bei Mailanbietern nervt sie. Wobei bei Tutanota der Sicherheitsgedanke sicherlich zu Recht vor dem Freiheitsgedanken rangiert. Schön wäre es, wenn jeder Nutzer in den Konteneinstellungen Autofill ein-/abschalten könnte.

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