Rechtsanwaltssoftware j-lawyer jetzt auch für MariaDB

MariaDB ist ein gigantischer Haufen Exkrement! Abstürze, Timeouts …

habe ich irgendwo gelesen. Ob das tatsächlich so ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Jedenfalls wechselte Debian von MySQL auf diese Datenbank mit der Folge, dass die für MySQL konzipierte und aus Server und Client bestehende Rechtsanwaltssoftware j-lawyer nicht installierbar war. Doch jetzt gab der Entwickler Gas und stellt die Anwendung der Version 1.9.0 auch für MariaDB zur Verfügung.

Jens Kutschke hat eine Schritt-für-Schritt-Anleitung unter der Rubrik Debian 9 mit MariaDB statt MySQL bereitgestellt, die allerdings von einer frischen Installation ausgeht. Sollte MariaDB bereits mit Passwort installiert sein, ergeben sich bei der Installation minimale Abweichungen:

Die Abfrage

Enter current password for root (enter for none):

bestätigen wir nicht mit enter, sondern tippen das bereits zuvor vergebene Passwort ein.

Die nächste Abfrage

You already have a root password set, so you can safely answer ’n‘.
Change the root password? [Y/n]

beantworten wir mit n.

j-lawyer kann entweder als Dienst (der Server startet beim Booten des Rechners) oder so eingerichtet werden, dass das Programm manuell gestartet und beendet wird.

Die erste Variante ist sicherlich empfehlenswert, wenn die Anwendung voraussichtlich ständig in Betrieb sein wird. Wer aber -so weit wie irgend möglich- selbst bestimmen möchte, wann welche Anwendung zum Einsatz kommt, wählt die manuelle Methode, bei der abweichend von der automatischen während des Serverbetriebes die Konsole ständig geöffnet bleiben muss.

Nebenbei: j-lawyer ist grundsätzlich für jedermann kostenfrei und unbeschränkt nutzbar … und zudem Open Source! Wer also meint, unter Linux gebe es kaum Berufssoftware, hat eben noch nicht gesucht.

j-lawyer ist aber auch vorinstalliert auf der kostenpflichtigen j-lawyerBOX, dem Kanzleiserver, erhältlich.

Wer mag, kann bereits die Version 1.9.1 testen. Parallel befasst sich der Entwickler mit der Planung der 1.9.2, welche ausschließlich die Anpassung der beA-Integration auf die aktuelle Schnittstellenversion beinhaltet.

Hier noch einige Links:

Installation unter Linux
Kurzanleitung
Dokumentation (Bedienungsanleitung)
Funktionen

9 comments on Rechtsanwaltssoftware j-lawyer jetzt auch für MariaDB

      1. Der TIOBE-Index setzt sich aus Suchanfragen zusammen, nicht aus der Nutzung. Ich kann mir schon vorstellen, dass es weltweit nur zwölf Javaentwickler gibt, die dafür alle fünf Minuten Hilfe im Web suchen, weil die Sprache so scheiße ist, dass sie allein nicht weiterkommen. :D

        1. Ah, verstehe! Dann ist C sozusagen genau so bescheiden wie Java, und Visual Basic ist praktisch der Traum jedes Entwicklers. Gleich mal den Winword Makrorekorder anwerfen.

          1. Mit Visual Basic haben die Leute anscheinend weniger Probleme. Ansonsten spricht es für sich. wenn der Macher einer Javaanwendung Visual Basic und VBA für dieselbe Sprache hält. Weiter so. Und immer schön Probleme googlen!

  1. Java ist kacke, es verbraucht unnötig viele Ressourcen und CPU leistung. Ein einfaches Hello World Programm verbraucht 20MB Ram und das nur in der Kommandozeile und Grafik!
    Python ist da besser.

    Und MariaDB ist besser als MySQL, da moderne Anwendungen damit gut zurecht kommen, ohne das man was umstellen muss. Das man eine Anwendung neu konfigurieren muss damit der wechsel von mysql zu mariadb klappt, zeigt eher das der Entwickler alles hard-coded hat und das ist mist.

  2. Ich mag Python und benutze es für verschiedene Automatisierungsaufgaben. In größeren Projekten stößt man mit dynamisch typisierten Sprachen aber schnell an Grenzen. Python 3 macht einiges besser, aber eben nicht durchgehend.

    Hartkodierung: die einzige Änderung ist ein Abschnitt in der Installationsanleitung mit deren Hilfe man die Passwortauthentifizierung für MariaDB aktiviert.

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