HP OfficeJet Pro 8710 unter Linux Ubuntu 18.04 LTS

Ein seit rund 10 Jahren im Familienkeis eingesetzter Brother DCP-135C hatte kürzlich seinen Dienst versagt. Daher musste ein neuer Drucker her.

Die Vorgaben:

  • kein weiterer Brother
  • Tintenstrahler
  • Farbe
  • inkl. Scanner
  • Anschluss auch über USB
  • funktioniert out of the box unter Ubuntu (derzeit 18.04 LTS)

Nach einiger Recherche fiel meine Wahl auf den HP OfficeJet Pro 8710 All-in-One-Drucker. Laut HPs Übersicht der durch Linux unterstützten Modelle und der Seite Open Printing waren keinerlei Probleme zu erwarten.

Bei Amazon belief sich der Kaufpreis auf € 126,90.Eine Packung XL Druckerpatronen schlugen mit € 102,80 zu Buche.

Am Drucker befinden sich zwei USB-Anschlüsse: Auf der Rückseite ein USB-B- (meist USB-A auf -B Steckerkabel erforderlich, aber nicht im Lieferumfang erhalten) und auf der Vorderseite ein USB-A-Anschluss. Der Drucker wurde von Ubuntu nur über den rückseitigen Anschluss erkannt.

Aus der Paketverwaltung war folgende Software zu installieren:

  • hplip
  • system-config-printer
  • printer-driver-gutenprint (rein vorsorglich)
    (Drucker)
  • simple-scan (Standard Scan-Programm)
  • sane-utils
  • libsane
  • xsane (mit Gimp zur weiteren Bildbearbeitung)
    (Scanner)

Drucker und Scanner funktionieren über den PC einwandfrei. Der Faxbetrieb bleibt außen vor und wurde nicht getestet, da überflüssig.

Zu Bedenken ist allerdings, dass HP den Einsatz von Fremdpatronen über entsprechende Chips einschränkt. Man sollte sich darauf einstellen, teure Originalpatronen kaufen zu müssen. Wer nur gelegentlich und nicht beruflich druckt bzw. dabei über das Druckermenü die Auflösung einschränkt respektive Schwarz/Weiß statt Farbe druckt, könnte nach der Beschreibung Amazons mit 1600-2000 Seiten/XL-Patronensatz dabei sein.

Zum Benutzerhandbuch.

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5 comments on HP OfficeJet Pro 8710 unter Linux Ubuntu 18.04 LTS

  1. Ein schönes Gerät! Bei dem vorderen USB-Anschluss handelt es sich vermutlich um einen PictBridge-Anschluss. Dies erklärt auch, weshalb das Multifunktionsgerät darüber nicht vom PC erkannt wird. Die Idee hinter PictBridge ist das direkte Drucken von Bildern z.B. von USB-Sticks, externen Festplatten oder Digitalkameras. Siehe auch Seite 36 in der Anleitung (Zitat: „Sie können ein USB-Flash-Laufwerk (z. B. ein mobiles Speichergerät) an den USB-Anschluss an der Vorderseite des Druckers anschließen.“).

    1. Ja, das denke ich auch. Ich hatte nur die Hoffnung, dass auch über den vorderen Anschluss gedruckt werden kann, weil es in den technischen Daten der oben zu HP verlinkten Seite unter „Druckerspezifikationen“ heißt: „USB-Druck über Vorderseite“. Aber damit ist wohl nur das direkte Drucken gemeint.

    1. Erfreulichweise stellt Brother zwar als einer der wenigen Hersteller Linuxtreiber zur Verfügung. In der Vergangenheit musste aber nach Ubuntu-Upgrades eine Datei angepasst werden, was beim letzten Upgrade nichts brachte, weil die Treiber in den falschen Ordner installiert wurden, was korrigiert werden musste, damit der Scanner wieder funktionierte, siehe https://www.dietmarjanowski.de/wordpress/?p=17214
      Dazu habe ich, zumal ich in diesem Falle ein fremdes Gerät warte, einfach keine Lust mehr. Ich selbst nutze mehrere ältere HP-Laser-Modelle, die alle out of the box auch mit Fremdkartuschen arbeiten, was mich zufriedenstellt. Nur, dass HP seit einiger Zeit dem Einsatz von Fremdpatronen entgegenwirkt und sogar die Nutzung eigener älterer HP-Druckerpatronen unterbindet, ist heftig.

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