Molch Encfs Manager statt Gnome Encfs Manager

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Auf meinen Systemen nutzte ich zwei Verschlüsselungsprogramme, und zwar Cryptomator und Gnome Encfs Manager, wobei ich Letzteres nach der Prüfung, ob ein neues Paket für Debian 10 bereit steht, durch Molch Encfs Manager desselben Entwicklers abgelöst habe.
Molch Encfs Manager ist in Qt geschrieben und komme ohne Gnome-Abhängigkeiten aus. Die Funktionen unterschieden sich zum Gnome Encfs Manager nur geringfügig, das Programm sei jedoch stabiler und lasse sich zusätzlich zum Gnome-Schlüsselring in KWallet auf KDE integrieren, heißt es bei Moritz Molch. Eine Beschreibung der Unterschiede findet man hier.

Das Programm muss nicht installiert werden, sondern es ist lediglich die heruntergeladene Datei vor dem ersten Start ausführbar zu machen.

In den generellen Einstellungen empfehle ich einen Haken bei Add to application menu zu setzen, damit das Programm durch Gnomes Suchleiste einfach zu finden ist.

Damit es sich nicht automatisch nach dem Start in das verschlüsselte Verzeichnis einloggt, sollte der Haken bei Save password in keyring des entsprechenden Mount-Verzeichnisses entfernt werden.

Bisher mit Gnome Encfs Manager erstellte, verschlüsselte Verzeichnisse lassen sich importieren.

Nachdem alles erledigt ist, kann man den bisherigen Gnome Encfs Manager durch das neue Software-Center Debians deinstallieren. Allerdings deinstalliert sich dabei auch encfs. Da im Gegensatz zur alten Paketverwaltung jetzt keine einzelnen Pakete mehr auffindbar sind, erfolgt die Neuinstallion über Synaptic.
Die alte Paketquelle kann man entfernen, indem man die Datei gnome-encfs-manager.list aus /etc/apt/sources.list.d löscht.